Aktuelles rund um die Kulturkneipe

23.09.2019 bis 28.09.2019 / 28.9. um 20.30 Uhr Uhr


SISTANAGILA Israelisch-iranisches Musikprojekt im Gleis1

Aus den drei Gleis1-Konzerten am Wochenende sticht sicher eines heraus: das israelisch-iranische Kulturprojekt Sistanagila spielt Samstag, 28.9. um 20.30 Uhr Weltmusik auf hohem Niveau.
Die in Berlin lebenden israelischen und iranischen Musiker suchen mit ihrem Projekt den Dialog. Die Musiker demonstrieren diesen Dialog in Sistanagila, indem sie aufeinander zugehen, einander neugierig lauschen und miteinander spielen. Getragen von jahrhundertealter jüdischer und iranischer Musiktradition begeben sich die Musiker auf eine Reise, die sie am Ende zu sich selbst führt Sie bedienen sich sowohl folkloristischer und religiöser Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditionell persischer Musik als auch moderner und klassischer Kompositionen. Die unterschiedlichen Melodien und Motive, neu arrangiert mit Einflüssen von Flamenco und Jazz bis hin zu progressivem Metal, verschmelzen zu einer Musik, die etwas ganz Neues entstehen lässt und eine Brücke zwischen zwei Welten baut. BITTE RESERVIEREN hans.a.graef @t-online.de oder 0175 4167190


10.09.2019 / 00.00 Uhr


DAS NEUE PROGRAMM IM NETZ UND ALS FLYER

Willkommen. Gleich zu Beginn gab es Änderungen, die im gedruckten Programm .noch nicht stehen. eshalb bitte immer im Netz kontrollieren


26.04.2019


25.04.2019 / 19.30 Uhr


FESTABEND: GLEIS1-JUBILÄUM 20 Jahre SOZIALE PLASTIK KUNSTBAHNHOF

20 Jahre Künstlerkneipe Gleis1 1999-2019
Am 30. April wird das Basis-Kulturprojekt Künstlerkneipe Bahnhof Waldenburg, heute Kulturkneipe Gleis1 20 Jahre alt. Kreativ – erstaunlich – erfreulich: einfach genial und aus der Hohenloher Kulturszene nicht wegzudenken, die stark von kommunalen und kommerziellen Anbietern geprägt wird. Als kleiner Player bieten wir trotz zunehmender Konkurrenz durch kommerzielle und große Anbieter ein selbst organisiertes und freies Programm: Konzert, Kunst und soziales Kommunikationsprogramm im ehemaligen Bahnhofsrestaurant - wir haben den Bahnhof wachgeküsst aus seinem Kulturschlaf und erwarten sehnsüchtog die Ankunft der ersten Stadtbahn aus Heilbronn. Seit 3 Jahren ist es sogar ein Asylbahnhof, in dem viele Flüchtlinge eingezogen sind. Pro Jahr organisieren wir zwischen 60 und 70 Termine – insgesamt bereits1200 Veranstaltungen. Auch gesellschaftliche Gruppen oder Parteien nutzen unsere Kulturkneipe für Tagungen und Besprechungen.
WIR LADEN SIE ALLE EIN! BESUCHEN SIE UNS UND UNSEREN KULTURVEREIN mit inzwischen 125 Mitgliedern in unserem atmosphärischen Bahnhofsmilieu – oder mieten Sie unsere einmaligen Kunsträume für ein eigene Feier oder Party. Mithelfer/Innen können wir übrigens immer gebrauchen. Für nur 40 Euro kann man passives oder aktives Mitglied in unserem Kult-Club werden – man trifft dort nette Leute und spart bei jedem Konzert Eintritt. Wir begrüßen besonders unsere Mitglieder 99, 100 und 101, Thom Erhard, Claire Esche und Alexander Kranich, WILLKOMMEN! Als Vorstand danke ich allen Mitgliedern, Helfern und besonders der Aktiven-Gruppe mit Inge, Rainer, Mille, Tschalie, Günther, Kurt, Bärbel, Gaby, Roland usw. für ihren kulturellen und freundschaftlichen Beitrag – denn das „Betriebsklima“ macht unseren Wert und unsere Attraktivität auch bei Besuchern aus.


05.02.2019


Gedenken an Kurt

Wir trauern um unser aktives Mitglied, unseren Freund Kurt Leucht, der uns fehlt und dessen Andenken für immer in unseren Herzen bewahrt wird. Noch im aktuellen Jubiläumsprogramm ist er im Kreis der Gleis1-Aktiven dabei.


13.10.2018 bis 15.01.2019


NEUE Ausstellung: Vernissage zu „LE JOLI CHAOS“ mit Hans A. Graef & Jascha Wolfram

Unter dem Motto „Revoltierender Jung-Dadaist trifft Fluxus-Veteran zur gemeinsamen Ausstellung“ findet bis Mitte Januar in der Waldenburger Bahnhofsgalerie „Gleis1“ eine interessante Doppelausstellung statt, die der junge Künstler Jascha Wolfram (Eschental) zusammengestellt hat. Gezeigt werden Wolframs Werke zwischen Chaos und Ordnung, Politik und Kultur, darunter eine Vielzahl neuer Collagen und Gemälde sowie neuere Arbeiten und Graefs Dauerausstellung „ZwischenLagerZeitRaum“. So entstand als künstlerische Symbiose ein Dadaistisches Gesamtkunstwerk. Bei der Vernissage fand ein Literaturabend statt mit Jascha Wolframs Lyrik. Seine Überschrift: „Mein limbisches System tanzt cha cha cha und andere Existenzialitäten“.

Ergänzt wurde dies durch dada-theoretische Reflexionen von HA Graef und akustische Einspielungen von Helmut Kohl und Kurt Schwitters, ein weltberühmter Ur-Dadaist. Der enge Zusammenhang von surrealer Kunst, Readymades, Find-art, Beuys Sozialer Plastik und Dada-Antikunst wurde den Besuchern vorgeführt – die dadaistischen Gedicht Wolframs erzeugten Erstaunen und Heiterkeit. Hübsch, schön und nett entstand im Kunstbahnhof ein künstlerisches Chaos – eine regionale Kunst-Originalität.

Der 26jährige Wolfram studiert Bildende Kunst an Hochschule Dresden und arbeitet seit 10 Jahren als Künstler – er machte 2016 eine eigene Ausstellung in Schwäbisch Hall. Seine vielfältigen künstlerischen Einflüsse beginnen bei Picasso, Dada, Jean-Michel Basquiat, Cy Twombly und Rainald Grebe, auch Miró, Joan Mitchell und die Sex Pistols spielen eine Rolle. Dazu ein Picasso-Zitat: "Ich habe, wenn ich anfange zu malen eine Idee, aber nur eine ungefähre". Er hat prägende Eindrücke gewonnen auf Reisen nach Mexico, bereiste in den letzten Jahre Israel, Nicaragua, Guatemala, und Russland, wo er mit der Transsibirischen Eisenbahn unterwegs war. Diese Inspirationen kann man in vielen Arbeiten erkennen, wo surreale Figuren, starke Farben, skurrile Formen und überraschende Objekte gestaltet und kombiniert werden. Collagen sind typisch für sein Dada. Aber man muss sich Zeit nehmen, die Fülle seiner Gemälde zu betrachten.

Seine Arbeitsweise bezeichnet er als expressionistisch: spontan, schnell und produktiv – und er hat keine Angst vor dem weißen Blatt. Sein Kunstbegriff: basiert auf der Erkenntnis, dass die Welt absurd ist. Expressionismus und Dada seien also die adäquate Form der Darstellung der Welt. Dabei spielt die Spannung zwischen Banalität und Intellekt, zwischen Camus und Punk, zwischen Verstand und Gefühl eine wichtige Rolle. Seine Werke passen gut zu Graefs Find-art Collagen, surrealen Fotografien und Rauminstallationen. Denn neben der Gleis1-Galerie befinden sich das Foyer und die Dada-Ausstellung „Die Ordnung der Dinge“, gut gefüllt mit biografischen Reliquien, Recycling-art und Junk-Objekten. Einfach schön das alles.